2008 hatte die Mitgliederversammlung beschlossen, verdiente Protagonisten der Clubgeschichte durch die Berufung in eine Hall of Fame, die Ehrenkabine zu ehren. Vor der diesjährigen Jahreshauptversammlung war deren Resonanz in dieser Frage so groß wie noch nie und häufig wurden in den vielen Mails die Namen Nemec und Lütkebohmert genannt.
Von 1968 bis 1979 spielte Herbert Lütkebohmert für die Knappen. Er war Stammspieler der legendären Pokalsiegerelf von 1972. „Aki“ wie alle seine Mitspieler den Blondschopf nannten, suchte nie das Rampenlicht, sondern verrichtete in diesem spielerisch beeindruckenden Team eine ungeheure Laufarbeit. Dabei ging bisweilen unter, dass Lütkebohmert zudem ein bemerkenswert guter Fußballer war. Bundestrainer Helmut Schön sagte damals, ohne den Bundesligaskandal hätte er den Mittelfeldspieler, der 344 Pflichtspielen in Liga, Pokal und Europapokal bestritt, in seinen Kader für die Weltmeisterschaft 1974 geholt. Neben dem Gewinn des DFB-Pokals trug „Aki“ 1972 und 1977 zu zwei Vizemeisterschaften bei. 1993 verstarb Lütkebohmert im Alter von nur 45 Jahren an Krebs.